“Aufschrei”, oder so

28.01.13

Nach gefühlten 100 Jahren gibt es endlich ein Thema, das mich so sehr triezt, dass ich nicht anders kann als meinen Senf dazuzugeben. Was sonst, wenn nicht #aufschrei. Über Brüderle

Stresstest, jeden Tag

28.07.11

Hallo Leser, da bin ich wieder. Es ist schon fast ein halbes Jahr her, dass ich was gepostet habe! Dabei ist inzwischen genug passiert, das man hätte kommentieren können –

Die Polizei, dein Freund und Helfer

03.02.11

Wie es ja wohl jeder in Berlin mitbekommen hat, wurde gestern das “letzte besetzte Haus Berlins” geräumt. Das stimmt zwar nicht, denn die BewohnerInnen hatten durchaus ganz normale Mietverträge –

Der könnte von mir sein

30.12.10

Ich muss sagen, je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass “Drei”, der Neue von Tom Tykwer, der perfekte Film ist. Damit das klar ist: Ich habe die


Do it yourself und verweigere einfach

Wie schon in dem einen oder anderen Post in diesem und in meinem Reiseblog erwähnt und beklagt, bin ich nach der Reise in eine Grube der Ratlosigkeit gestürzt. Nachdem ich mich vom prinzipiell nötigen Teenagerweltschmerz schon vor Jahr und Tag verabschieden musste, weil die Welt zwar furchtbar schlecht, das Leben aber so verdammt gut ist, kehrt das Gewicht der Welt nun in Form von Zynismus wieder. Zynismus ändert aber nichts außer der Tiefe meiner Falten.

Daher habe ich die letzten Wochen damit verbracht, über Alternativen nachzudenken. Von der Perfidität des Systems immer wieder überwältigt, musste ich einige Ideen unter ständigem Rühren in den gedanklichen Ausguss befördern: militanter Veganer werden anstatt in Massentierhaltung produziertes Fleisch, in Legebatterien erpresste Eier und aus naturentfremdeter Milch hergestellten Käse, Quark und Joghurt zu essen; statt von schwieligen Kinderhänden gefertigte H&M-Kleidung nur noch Kartoffelsäcke tragen; (mehr…)

Auch ich verstehe den Kapitalismus

Habe ich zu hohe Ansprüche? Foto: wikipedia

Habe ich zu hohe Ansprüche? Foto: Sowieski (wikimedia commons)

Manchmal ist es hilfreich, mit einer gewissen Portion Naivität an die Welt da draußen ranzugehen, denn dann hat man die Chance auf dieses Gefühl. Ein Gefühl des sicheren Verstehens – wenn einen die Erkenntnis mitten in die Fresse trifft, dass diese Gesellschaft völlig balla-balla ist. Wenn man zum Weltschmerz neigt, folgt dann direkt tief empfundene Hilflosigkeit ob der erschreckend vollständigen Abgerücktheit von jeglicher Möglichkeit zur Einflussnahme.

Ein treffliches Beispiel, um zu illustrieren, was ich meine, ist die Wohnungssuche in Berlin, die sich derzeit als sich täglich wiederholender Alptraum in meinem Leben abspielt. (mehr…)

Reisen

Heute bei der Einreise nach Mexico haben wir dem netten Beamten auf seine Frage, was wir hier machen, mit “vacaciones” geantwortet, was ja eher Ferien bedeutet. Richtiger hätten wir wohl “viajar” sagen sollen – reisen. Zumindest für mich geht es, wenn ich wegfahre, egal ob nach Polen oder nach Mexiko, nicht darum, diese Länder zu machen, damit ich sie dann bei Facebooks “Where I’ve been” markieren und mich toll fühlen kann. Vielmehr soll das Leben nach dem Wiederkommen nicht mehr dasselbe sein wie vor dem Wegfahren. Deshalb und auch weil sich der Wunsch, so eine Art Journalistin zu werden, wegen einer kleinen Ablehung nicht in Schnaps auflöst, will ich nicht nur berichten, wo ich bin und was ich mache und ob ich es toll finde, sondern auch ein paar generelle Gedankengänge verfolgen.

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…und es geht weiter

Während ich langsam Angst bekomme, dass mein Flug nach San Francisco nächsten Montag gestrichen werden wird, muss ich meinen Blog füttern, damit er nicht in die Vergessenheit sinkt, sobald ich nicht mehr täglich ins Internet kann. Ich habe gerade einen Vortrag von der re:publica angeschaut. Ich bin ja der geborene Klugscheißer, und deshalb sage ich jetzt mal: danke, dass jemand meine Gedanken in Grafiken fasst und Beweise liefert. Ich empfehle ja, sich die Zeit zu nehmen und sich den Vortrag anzuschauen. Die dazugehörigen Folien gibt es hier. (mehr…)

Schöne neue Arbeitswelt

Eben habe ich die aktuelle brand eins durchstöbert (wie immer begeistert) und bin dann auf dieses Interview mit Johannes Kleske gestoßen. Im Zusammenhang mit den brand eins-Artikeln, die ich bisher über den Schwerpunkt Lebensplanung gelesen habe, lässt sich die Perspektive so zusammen fassen: Wer studiert hat und sich mit Computern ein bisschen auskennt, vor allem Social Media von Facebook bis Dropbox beherrscht, geht einer rosigen Zukunft entgegen.

Klar, ich überlege mir auch jeden Tag: Wie kann ich erreichen, dass ich später mal das machen kann, was ich will? Ich will wo arbeiten, wo es nicht darauf ankommt, wieviel Zeit ich für etwas brauche, sondern wo danach gefragt wird, wie gut ich das mache, und zwar ich mit meiner Persönlichkeit, meiner Geschichte und meiner Sicht auf die Dinge. Wenn das alles nicht zu den Anforderungen passt – OK! Dass es mittlerweile massenweise Werkzeuge gibt, die das Zusammenarbeiten über das Internet kinderleicht machen, ist klar. Hört sich einfach an. (mehr…)

Zitronenreport Nummer 3

Foto: Thomas Steiner

Wie ihr seht – alles neu macht der… April! Endlich ist der Blog – zumindest von außen – fertig. Wer noch Bugs findet, bitte Bescheid sagen; das Ganze hat mich einige Nerven gekostet. Wie das mit Google Reader besser funktioniert, finde ich auch noch heraus und bald wird es dann auch Benachrichtigungen via E-Mail geben. Für alle, die es noch nicht mitgeschnitten haben und diesen Blog gern in ihrem Google Reader hätten: Wenn man in das Suchfeld schwarzezitrone.com/?feed=rss2 eingibt, funktioniert es.

An dieser Stelle: Herzlichsten Dank an Thomas Zimmermann! Ohne ihn hätte ich das niemals hinbekommen, ich habe ja so schon ewig gebraucht. Nicht nur hat er mir schöne Bildchen erstellt, ich habe auch einiges über Design gelernt – zum Beispiel, dass man keinen hübschen Blog machen kann, ohne sich über Konzept und Ziel bewusst zu sein. Ich hoffe, das ist nun hier zum Vorteil aller eingeflossen.

In den nächsten Tagen werde ich einen neuen Blog einrichten, auf einer Subdomain von schwarzezitrone. Dort werde ich euch haarklein von meiner Reise berichten, die am 26.April beginnt und mich zunächst zu Jonas nach San Francisco führen wird. Von dort aus brechen wir dann gemeinsam in die unendlichen Weiten der Südstaaten auf, um dann von Miami aus weiter nach Mexico vorzudringen… Aber mehr dazu später. Jetzt nehmt euch etwas Zeit, euch an die aufgemotzte schwarzezitrone. zu gewöhnen…

Ein alter Hut

Noch einmal:

Soldaten sind Mörder und Krieg ist scheiße.

Es ist ja immer wichtig, alles als erster zu posten. Über Leute, die es nicht mitbekommen, und noch Tage später voller Begeisterung Sachen posten, die alle anderen natürlich schon kennen, machen wir uns lustig. Ich weiß aber auch, dass ich manchmal Sachen wegklicke, weil ich gerade keine Lust habe, mich ernsthaft mit etwas zu beschäftigen. Bei den meisten Sachen verpasst man ja auch nicht so viel. In diesem Fall allerdings bin ich der Ansicht, wirklich jeder sollte es gesehen haben. Schaut es an, falls ihr das bisher nicht getan habt, schaut es bis zum Ende, und dann schaut es nochmal.

Was ist das Schlimmste, was man in diesem Video sieht? Dass diese Leute sich über jeden Grund freuen, schießen und töten zu dürfen? Dass sie in ein paar schwarzen Pixeln sofort eine bestimmte Waffe erkennen? Dass sie sich über die Menschen, die sie umgebracht haben, lustig machen? Dass sie sich zu einem gelungenen shoot’n gratulieren?

Dies scheint ja doch ein relativ alltäglicher “Einsatz” gewesen zu sein. Was passiert da sonst noch so? Um diesen Krieg anzufangen, wurde gelogen. Um schießen zu “dürfen” wie ein Kind, das ein bisschen Computer spielt, werden Dinge gesehen, die nicht da sind. Auch wenn es an die Begründung geht, wird frei Erfundenes als die Wahrheit ausgegeben.

Ich bin wirklich stolz, in einer Demokratie zu leben.

Schweigen/Entrüstung


Ich bin zurück, mit dem Aufreger der Stunde. Jeder fragt sich: Sind die Katholiken schlimmer als die Protestanten? Sind Priester noch perfider als normale Täter (oder haben sie sogar noch “etwas gut”, rein statistisch gesehen)? Warum sagt der Papst nichts? Und endlich wissen auch alle, dass es der Zölibat heißt – seine Rolle bei der Berufswahl verklemmter Jungen bleibt allerdings umstritten. Nebenbei wird diskutiert, ob mit den Verjährungsfristen vielleicht etwas nicht stimmt. Komisch, dass wieder einmal alle völlig schockiert tun. (mehr…)

Pause ohne Pause

Foto: Böhringer

Der eine oder andere hat mich vielleicht schon vermisst – aber ich kann momentan nicht wirklich posten. (Sagt’s und postet.) Am 31. März ist nämlich ein großer Tag: Ich werde meine Bachelorarbeit abgeben!  (mehr…)

Positives Denken

Fakt ist, man kann derzeit mit Journalismus im Internet keinen Blumentopf gewinnen, die Umsätze sind viel zu gering und der Printmarkt geht ein, weil online kostenlos nutzbare Inhalte bequemer und… naja, kostenlos sind. Normalerweise, wenn ein Geschäft nicht mehr richtig funktioniert, müssen die Betreiber sich etwas einfallen lassen, wie sie es besser machen können, damit den Menschen ihre Angebote wieder etwas wert sind. Aber nicht der Qualitätsjournalismus. Der ist ein gesellschaftlich so unersetzbares Gut, dass er das Recht hat, ähnlich wie bedrohte Tierarten, unter Schutz gestellt zu werden. NOT! (mehr…)


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