“Aufschrei”, oder so

28.01.13

Nach gefühlten 100 Jahren gibt es endlich ein Thema, das mich so sehr triezt, dass ich nicht anders kann als meinen Senf dazuzugeben. Was sonst, wenn nicht #aufschrei. Über Brüderle

Stresstest, jeden Tag

28.07.11

Hallo Leser, da bin ich wieder. Es ist schon fast ein halbes Jahr her, dass ich was gepostet habe! Dabei ist inzwischen genug passiert, das man hätte kommentieren können –

Die Polizei, dein Freund und Helfer

03.02.11

Wie es ja wohl jeder in Berlin mitbekommen hat, wurde gestern das “letzte besetzte Haus Berlins” geräumt. Das stimmt zwar nicht, denn die BewohnerInnen hatten durchaus ganz normale Mietverträge –

Der könnte von mir sein

30.12.10

Ich muss sagen, je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass “Drei”, der Neue von Tom Tykwer, der perfekte Film ist. Damit das klar ist: Ich habe die


“Aufschrei”, oder so

Nach gefühlten 100 Jahren gibt es endlich ein Thema, das mich so sehr triezt, dass ich nicht anders kann als meinen Senf dazuzugeben. Was sonst, wenn nicht #aufschrei. Über Brüderle möchte ich lieber nichts sagen, außer: Hat das irgendjemanden überrascht? Anscheinend schon, denn solche Formulierungen wie “Man könnte ja meinen, Feminismus sei spätestens seit den ’68ern kein Thema mehr, aber blablabla #aufschrei blablabla” sind überall. Und dazu Frauen, die behaupten, SIE wären ja noch nie sxistisch behandelt worden, Frauen wie Kristina Schröder. What? In welcher Welt leben die; ich will da auch hin. In meiner Welt muss ich mich morgens beim Warten auf die U-Bahn zusammenreißen, mein Frühstück nicht wieder hochzuwürgen beim Anblick von Duschgel-Werbeplakaten, auf denen neben einer Frau im Bikini der Spruch zu lesen ist “Je sauberer du bist, desto dreckiger wirds” (Axe) oder von kleinen Mädchen im Badeanzug, die mit höchstens 10 Jahren sexy posieren wie die ganz Großen und deren Haut auch genauso geairbrusht ist  (H&M). In meiner Welt machen sich Frauen immer noch Sorgen um “Fleckenzwerge” auf den T-Shirts ihrer Kinder während der Vater der Kleinen wo auch immer ist, jedenfalls aber nicht im Bild (es sei denn, die Dame und der Weiße Riese… nee); oder (mehr…)

Stresstest, jeden Tag

Hallo Leser, da bin ich wieder. Es ist schon fast ein halbes Jahr her, dass ich was gepostet habe! Dabei ist inzwischen genug passiert, das man hätte kommentieren können – die Ereignisse der letzten Zeit erzeugen bei mir ein latentes “Es wird alles immer schlimmer”-Gefühl. AKW explodiert, Bürgerkrieg in Libyen, Griechenland pleite und christlich-fundamentalistischer Terror in Norwegen. Die Bilder aus Somalia kann ich keine dreißig Sekunden anschauen. Außerdem ist Amy Winehouse tot, die Space Shuttles sind Geschichte, und EHEC hat Gurken und Sojasprossen in Verruf gebracht. Völlig zu Unrecht, wie ich finde. Die Reaktionen auf den Großteil dieser Ereignisse in vermeintlich seriösen Medien wie der Tagesschau waren eher abstoßend, aber immerhin haben wir endlich den Atomausstieg.

Aber was erzähle ich eigentlich, (mehr…)

Die Polizei, dein Freund und Helfer

Wie es ja wohl jeder in Berlin mitbekommen hat, wurde gestern das “letzte besetzte Haus Berlins” geräumt. Das stimmt zwar nicht, denn die BewohnerInnen hatten durchaus ganz normale Mietverträge – diese wurden ihnen aber einfach so gekündigt und nun wurde von ihnen erwartet, dass sie ihr Hausprojekt brav räumen. Damit meine ich nicht, dass irgendjemand tatsächlich glaubte, dass die ganze Sache ohne Widerstand vonstatten gehen würde, aber das Recht erwartete dies durchaus. Denn in Deutschland geht das Privateigentum über alles.

Nun ist die Liebig also geräumt und das Bild, das in der Öffentlichkeit von der Polizeiaktion gezeichnet wird, steht in krassem Gegensatz zu dem, was Demobeobachter und linke Aktivisten berichten. (mehr…)

Der könnte von mir sein

Mal was Neues, zumindest für einen von beiden. Quelle: X-Verleih

Ich muss sagen, je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass “Drei”, der Neue von Tom Tykwer, der perfekte Film ist. Damit das klar ist: Ich habe die Absicht, diesen Film hier uneingeschränkt abzufeiern. Ich kann gar nicht zählen, wie oft die Figuren mich im Laufe des Filmes überrascht haben. Jeden Moment rechne ich mit dem Klischee – und es will einfach nicht kommen. Kein “Achja, mehrere Leute gleichzeitig lieben, friedlich und dauerhaft, das wäre ja sooo schön, aber leider leider ist Eifersucht nun mal natürlich” und dann in allen Einzelheiten zeigen, wie die Leute beim Versuch, zu tun, was sie wollen statt das, was sie sollen, zugrunde gehen. Kein Verzweifeln an der Unfähigkeit, dem anderen das zuzugestehen, was man sich selbst ungeniert nehmen zu dürfen glaubt. (mehr…)

Neutral ist, wer tot ist

Wie könnte Forschung an Cholerabakterien neutral sein? (Bild unter Public Domain: Dartmouth Electron Microscope Facility)

Beim Versuch, eine Antwort auf die Kommentare auf meinen letzten Artikel zu formulieren, ist mir aufgefallen, dass ich zum betreffenden Thema ein paar mehr Gedanken habe. Die Rede ist natürlich von meiner Behauptung, dass Wissenschaft wertungsfrei zu forschen habe. Der berechtigte Einwand lautete:

Aha. Hinter wissenschaftlicher Forschung steckt also kein Forschungsinteresse und ist von vornherein wertungsfrei? Dieses Argument ist so alt, wie Wissenschaft und Politik aneinander kleben. Fortschrittsglaube, Rechtspositivismus und Autoritätshörigkeit gehen seitdem eine ebenso fruchtbare, wie schaurige Beziehung ein. Hinter dem Argument der Werturteilsfreiheit haben sich viele WissenschaftlerInnen nach 1945 gut verstecken können. Euthanasie, Rüstungsentwicklung, Menschenversuche etc. pp. im Auftrag (pseudo-)wissenschaftlicher Forschung sind jedoch niemals werturteilsfrei. In der Geisteswissenschaft schon lang und breit ausdiskutiert… (mehr…)

Kein Land in Sicht

Passiert mir öfter: Ich sage was, von dem ich glaube, dass jeder das weiß, auch wenn man nicht Politik oder Gender Studies oder Soziologie studiert hat. Und dann habe ich den Salat. Augen werden aufgerissen, Stimmen erhoben, mein Blutdruck steigt. Und Stunden später, wenn die Diskussion langsam abebbt, muss ich mal wieder feststellen, dass ich zu viel erwarte. Stellt euch das mal vor – trotz allem, was ich an der Welt, wie sie ist, furchtbar finde (Menschenhandel, Massentierhaltung, Korruption, Überfischung, nicht deklarationspflichtige Lebensmittelzusatzstoffe, Laubbläser am Samstagmorgen) und obwohl ich weiß, dass wahrscheinlich alles noch viel schlimmer ist, als ich es je erfassen kann, glaube ich doch tatsächlich, dass Bildung hilft. Ich glaube noch immer, dass Leute, die studieren, (mehr…)

Zitrone mit Zucker

Immer jammere ich herum! Leute könnten auf die Idee kommen, dass da jemand sitzt, der langsam in sich zusammen schrumpelt vor lauter Ärger. Dabei ist das Leben doch ganz schön schön. Jaja, die Sonne scheint, und so. Aber es hat doch jeder seine persönlichen Glücksmomente, in denen er sich für einzigartig hält. Oder? Mir geht’s jedenfalls so. Glücklichsein ohne Grund und dann dieser exponentielle Anstieg der Freude, weil man sich freut, dass man ohne Grund glücklich sein kann. Oder? Mir geht’s jedenfalls so. Ich muss schon sagen, den Herbst finde ich dieses Jahr besonders schön, ich kann mich nicht erinnern, dass die Blätter jemals so gelb waren. Im Studium muss ich (mehr…)

Zeit, eine zweite Erde zu suchen

Foto von Stefan Wernli

Letzte Woche brachte der WWF den neuen Living Planet Report heraus – “the leading survey of the planet’s health”. Ist jemand von den Kernaussagen überrascht? Ich fasse sie hier zusammen: Die Biodiversität geht den Bach runter, der Mensch verbraucht anderthalb mal soviel wie die Erde eigentlich zu geben im Stande ist – und bis 2030 werden wir zwei Planeten brauchen, wenn wir so weiter machen. Dabei möchte ich eure Aufmerksamkeit auf die Grafik unter folgendem Link lenken: http://www.panda.org/lpr/gfootprint (mehr…)

Ooooh, will ich auch!

Kein Schrott: Hätte ich auch gern in meinem Zimmer.

Habe ich gerade entdeckt: http://dottisdots.blogspot.com/

Es geht um Essen, 2nd Hand, Selbermachen und lauter schöne Sachen – die Hauptattraktion sind die Fotos, die mich anleuchten, sodass ich gleich zugreifen wollte und ganz enttäuscht war, dass der Bildschirm im Weg war. Und überhaupt – noch nie habe ich kapiert, wie man auf dem Flohmarkt zwischen dem ganzen Schrott die schönen Sachen finden kann. Und habe ich schon erwähnt… Mann, sehen diese Fotos zum Anbeißen aus.

Geht’s noch? Politisch korrekter Sex?!

Ich habe neulich diesen Artikel gefunden und möchte ihn gern mit euch teilen:

http://jungle-world.com/artikel/2010/38/41763.html

Warum? Also erstmal, interessante Tipps, interessante Zeitung. Aber um die Überschrift aufzugreifen – hier wird mal was ausgesprochen, was ich schon oft gefühlt habe: Wenn man nicht schwulesbisch, trans, irgendwas zwischen irgendwas anderem oder auf jeden Fall was ganz anderes ist, hat man moralisch und meist auch ethisch von vorn herein “irgendwie” verloren. Schon oft habe ich meinen guten Freund Jan darum beneidet, dass er schwul ist und mich gefragt, warum ich mich auf seinen Partys ständig von Sex-Gesprächsthemen umzingelt sah. (mehr…)


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